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Reliquien der Religionen

1970, Japantusche auf Folienkarton

“Die Religionen der Menschheit hinterlassen allernorten Reliquien ihrer Verehrung und ihres Kulthandelns. Der Zugang zum Heiligen wird martialisch bewacht und in den Türmen der sakralen Tempel hängen die Opfer. Ich habe dieses Bild gemalt, weil ich darüber deprimiert war, daß die Menschen andauernd Idealen nachlaufen, sei es in Kirchen oder Sekten, sei es im Glauben an irgendeinen Messias oder Mahdi. Der Glaube an einen vom Himmel gesandten Menschen; ein Glaube an Ideale, die erst durch den Menschen existieren. Ohne die Menschen wären die Ideale gar nichts. Sie leben vom Menschen, bzw. von der Dummheit des Menschen. Die Welten ändern sich - neue Götzenbilder entstehen, der Mensch bleibt der Gleiche. Der eine steht im Elfenbeinturm mit einer Blume für die Geliebte, der andere hängt sich auf” (Lucas Mahrenbrand)